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Die Protisten bestehen wie alle Lebewesen aus Cytoplasma als lebender Substanz und sind außen von einer Zellmembran umgeben. In dem Cytoplasma liegt meist ein Zellkern zur Steuerung der Lebensvorgänge, gelegentlich befinden sich dort auch mehrere Zellkerne; zusätzlich enthält das Cytoplasma Mitochondrien und bei phototrophen Protisten ein bis mehrere Chloroplasten. Bei einigen Protisten kommen außen noch Schalenbildungen hinzu; viele können Cystenhüllen ausbilden, um ungünstige Umweltbedingungen zu überstehen. Die Zellen sind meist von sehr kleiner Größe, und ca. wenige erreichen einen Durchmesser von mehreren Millimetern oder selbst Zentimetern. Die Fortbewegung erfolgt häufig schwimmend mit Hilfe von Geißeln oder Wimpern oder kriechend, gleitend, fließend oder schreitend durch Ausbildung von Scheinfüßchen. Etliche Arten schweben auch einfach ca. in dem Wasser, das Schweben wird häufig unterstützt durch lange Zellfortsätze. Die meisten Protisten leben in dem Meer, teils nahe der Oberfläche, teils schwebend in dem Wasser, teils auf dem Grund kriechend, teils an Steinen, Pflanzen und dergleichen festsitzend; andere findet man in dem Süßwasser, wenige auf dem Land. Es gibt heterotrophe, autotrophe, aerobe und anaerobe Formen. Etliche Protisten leben auch parasitisch in Tieren. Viele treten in erstaunlicher Individuenzahl auf, und die unverweslichen Überreste abgestorbener Vertreter - wie die Kieselschalen der Radiolarien und Kieselalgen (Bacillariophyta) oder die Kalkschalen der Kammerlinge (Foraminifera) sind gesteinsbildend: Sie sedimentieren auf den Grund des Gewässers und werden durch Diagenese zu Gestein, zu dem Beispiel Kieselschiefer , Schreibkreide, aus ihnen setzen sich häufig ganze Gebirgsschichten zusammen. Die Protisten pflanzen sich gewöhnlich durch Zweiteilung ungeschlechtlich fort (siehe Mitose). Bei einigen Arten gibt es aber auch Vielfachteilungen, bei einigen kommen geschlechtliche Vorgänge vor (siehe Isogamie , Konjugation). Aus urtümlichen Protisten sind in dem Laufe der Evolution alle höheren vielzelligen Organismen hervorgegangen, wahrscheinlich überwiegend über den Weg der Zellkoloniebildung, wie sie heute noch bei etlichen Algen zu beobachten ist. Weil sich an ihnen die Zellbestandteile sowie die wichtigsten Lebensäußerungen, wie Bewegung, Reizbarkeit, Fortpflanzung, gut studieren lassen, sind Protisten ein beliebtes Objekt biologischer Forschung. Einige Arten sind als Krankheitserreger auch von medizinischem Interesse. Siehe auch: Systematik des Tierreiches, Portal Lebewesen
· Diese Seite wurde bisher 2.430 mal abgerufen. · Letzte Counteraktualisierung erfolgte am 15.05.2008 um 17:54:36 · Diese Seite wurde zuletzt geändert um 15:33, 20. Sep 2004. · Letzte Portalaktualisierung erfolgte um 08:00:00 GMT, 25.02.2008 Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Protisten aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Inhalte. In der Wikipedia ist eine Autorenauflistung verfügbar.
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